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2. Mai Briefing

Drei pensionierte türkische Botschafter, darunter Hasan Servet Öktem – der 1984 in Teheran ein Attentat der ASALA überlebte – verbrachten drei Tage in Jerewan, einen Monat vor der armenischen Wahl am 7. Juni, und trafen sich mit dem ehemaligen Außenminister Zohrab Mnatsakanyan und dem Historiker Gerard Libaridian. Ihre Einschätzung: Premierminister Nikol Paschinjan hat innenpolitische Opfer gebracht, um eine bedingungslose Normalisierung mit der Türkei voranzutreiben, ist jedoch durch den ungeöffneten Grenzübergang Alican und eine armenische Verfassung eingeengt, die die Ereignisse von 1915 als Völkermord und Teile der Osttürkei als „Westarmenien“ bezeichnet.

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Häufige Fragen

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Wer waren die pensionierten türkischen Botschafter, die Jerewan besuchten?
Drei pensionierte Botschafter besuchten Ende April Jerewan, darunter Hasan Servet Öktem, der 1984 ein Attentat der ASALA während seiner Tätigkeit an der türkischen Botschaft in Teheran überlebte, und Ömer Önhon.
Was ist das größte Hindernis für die Normalisierung zwischen der Türkei und Armenien?
Das größte Hindernis ist die armenische Verfassung von 1991, deren Präambel auf die Unabhängigkeitserklärung verweist, die die Ereignisse von 1915 als Völkermord bezeichnet, und Artikel 11 Teile der Ost- und Südosttürkei als „Westarmenien“ ausweist.
Wann finden die Parlamentswahlen in Armenien statt?
Die Parlamentswahlen in Armenien sind für den 7. Juni angesetzt.
Welche mutigen Schritte hat Premierminister Nikol Paschinjan zur Normalisierung mit der Türkei unternommen?
Paschinjan hat aufgehört, international Anerkennungsforderungen für den Völkermord zu erheben, und sich für einen bedingungslosen Dialog mit Ankara eingesetzt. Er hat öffentlich erklärt, dass die problematischen Verfassungsartikel geändert werden müssen.
Wie viele Touristen hat Armenien laut dem ehemaligen Außenminister Zohrab Mnatsakanyan empfangen?
Mnatsakanyan teilte den Besuchern mit, dass Armenien während seiner Amtszeit 250.000 Touristen und im letzten Jahr 3 Millionen empfing, mit starkem Verkehr aus Russland, Iran und der Ukraine.